Ein arbeitsreicher Donnerstag liegt hinter den Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main: Insgesamt acht Einsätze forderten die Einsatzkräfte am 2. Juli. Während ein Gebäudebrand in einem Wohnhochhaus in Okriftel die Feuerwehr über mehrere Stunden band, mussten parallel und im weiteren Tagesverlauf sechs weitere Alarmierungen abgearbeitet werden.

Schmorbrand in Wohnhochhaus beschäftigt Feuerwehr über Stunden

Den Auftakt bildete um 06:47 Uhr ein Gebäudebrand in der Sindlinger Straße in Okriftel. Nach einer Brandmeldung im achten Obergeschoss eines Wohnhochhauses stellten die Einsatzkräfte bei ihrem Eintreffen eine teilweise starke Verrauchung der Flure im achten und neunten Obergeschoss fest. Im weiteren Einsatzverlauf breitete sich der Rauch auch auf das zehnte Obergeschoss aus.

Die Ursache konnte auf einen Schmorbrand in einer Elektroverteilung zurückgeführt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen war eine Wasserleitung beschädigt, sodass Wasser in einen Kabelschacht und mehrere Wohnungen eindrang. Der dadurch entstandene Kurzschluss führte zu dem Schmorbrand.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Geschosses mussten ihre Wohnungen vorsorglich verlassen. Zudem wurde die Stromversorgung des Gebäudes teilweise abgeschaltet.

Die umfangreiche Ursachensuche, die teilweise unter Atemschutz erfolgen musste, sowie die Kontrolle der betroffenen Wohnungen dauerten bis gegen 11 Uhr an.

Paralleleinsätze während laufender Brandbekämpfung

Noch während dieses Einsatzes wurden die Feuerwehren zu drei weiteren Alarmierungen gerufen. Um 07:37 Uhr unterstützten die Einsatzkräfte den Rettungsdienst bei einer gemeldeten Notfalltüröffnung in der Friedensstraße in Hattersheim. Noch vor dem Eintreffen konnte eine Angehörige die Wohnung öffnen, sodass die Feuerwehr die Anfahrt abbrechen konnte.

Wenig später löste um 08:36 Uhr die Brandmeldeanlage einer Kindertagesstätte in der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Okriftel aus. Die Erkundung ergab, dass Reinigungsarbeiten den Alarm verursacht hatten.

Um 09:33 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. In der Rossertstraße in Okriftel leisteten die Einsatzkräfte Tragehilfe, da kein anderes Rettungsmittel zur Verfügung stand.

Weitere Alarmierungen bis in den Abend

Nach Abschluss des Hochhauseinsatzes folgten weitere Alarmierungen. Um 11:54 Uhr unterstützte die Feuerwehr Hattersheim die Feuerwehr Kriftel bei einer gemeldeten Rauchentwicklung aus einem Trafohäuschen in der Karlsbader Straße in Kriftel. Die Einsatzkräfte stellten vorsorglich den Brandschutz sicher. Gemeinsam mit dem Energieversorger wurde das Trafohäuschen kontrolliert. Ein Brand konnte jedoch nicht festgestellt werden. Die Rauchentwicklung stand vermutlich im Zusammenhang mit einer Netzumschaltung nach einem Kabelschaden im Bereich Schmelzweg in Hofheim und dem dadurch verursachten Stromausfall.

Am Nachmittag wurden die Einsatzkräfte um 13:44 Uhr zu einem ausgelösten Rauchwarnmelder in die Kapellenstraße nach Eddersheim alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein defekter Rauchwarnmelder die Ursache war. Ein weiteres Eingreifen war nicht erforderlich.

Den Abend eröffneten die Einsatzkräfte um 17:56 Uhr mit einer Aufzugsöffnung in der Hans-Riggenbach-Straße in Hattersheim. Eine Person wurde aus einem steckengebliebenen Aufzug befreit. Anschließend wurde der Aufzug außer Betrieb genommen und an den Betreiber übergeben.

Um 20:05 Uhr folgte schließlich die achte Alarmierung des Tages. Am Bahnhof Hattersheim qualmte im Bereich der Untertorstraße/Eddersheimer Straße ein Mülleimer an einer Bushaltestelle. Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten durch. Darüber hinaus betreuten die Einsatzkräfte bis zum Eintreffen eines nachgeforderten Rettungswagens drei Personen, die sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befanden.

Acht Einsätze innerhalb weniger Stunden

Die acht Alarmierungen zeigen, wie schnell sich Einsatzlagen überschneiden können. Die sieben Alarmierungen zeigen, wie schnell sich Einsatzlagen überschneiden können. Während ein größerer Einsatz über mehrere Stunden zahlreiche Einsatzkräfte bindet, müssen parallel weitere Notfälle zuverlässig abgearbeitet werden. Dies gelingt nur durch die enge Zusammenarbeit der drei Hattersheimer Feuerwehren sowie der benachbarten Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Hattersheim, Okriftel, Eddersheim, Hofheim und Kriftel, der Rettungsdienst sowie die Polizei.

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