Über 30 % aller Brandstiftungen werden durch Kinder unfreiwillig verursacht, dabei erleiden jedes Jahr ca. 3000 Kinder schwere Verbrennungen oder Verbrühungen. Unser Ziel ist es, diese Zahlen zu minimieren und den Kindern die Angst vor dem Rauch, 
dem Feuer und der Feuerwehr zu nehmen.

Wer ist eigentlich für die Brandschutzerziehung verantwortlich?

Eltern: Sie sind die hauptverantwortlichen Erzieher.

Erzieher, Lehrer und die Feuerwehren helfen den Eltern bei dieser nicht ganz so einfachen Sache.  In den Kindergärten und in den Schulen wird auf diese Thematik bereits eingegangen und den Kindern werden die Gefahren verdeutlicht.

Die Feuerwehr als Brandschutzerzieher

Die Brandschutzerzieher/-innen sind besonders geschulte Feuerwehrmänner/-frauen, das heißt dass Sie dafür eine zusätzliche Ausbildung gemacht haben.

Was aber macht nun die Feuerwehr bei der Brandschutzerziehung ?

Je nach Alter und Vorkenntnissen der Kinder vermitteln wir Ihnen was alles gefährlich sein kann, was Sie dürfen und was Sie tun müssen wenn Sie ein Feuer entdecken. Dies ist in vier Themenbereiche gegliedert:

  1. Zündmittel
  2. Die Eigenschaften des Feuers
  3. Die Aufgaben der Feuerwehr
  4. Der Notruf

1. Zündmittel

Hier wird den Kindern vermittelt wie man ein Streichholz richtig anzündet und das Sie dies nur dann dürfen wenn mindestens einer der Eltern dabei ist. Dies nimmt den Reiz des Verbotenen, denn was macht ein Kind wenn es etwas verboten bekommt?

2. Die Eigenschaften des Feuers

Den Kindern wird gezeigt was eigentlich alles brennen kann. z.B. Stoff (Kleidung), Plastik, Kleber, Holz und wie die einzelnen Stoffe brennen. In diesem Abschnitt vermitteln wir aber auch das die Hauptgefahr vom Rauch ausgeht und das dieser so böse und das die Kinder flüchten müssen.

3. Die Aufgaben der Feuerwehr

– retten
– löschen
– bergen
– schützen

das sind die bekannten Dinge die die Feuerwehr macht.

Aber wie und womit? Wir erforschen mit den Kindern das gesamte Feuerwehrhaus und natürlich alle Fahrzeuge. Hierbei dürfen und sollen sie alles in die Hand nehmen und es begreifen. Wie sieht der Feuerwehrmann im Einsatz aus? Was trägt er alles bei sich? 
Und wofür hat er dies alles?

4. Der Notruf

Wie lautet die bundeseinheitliche Notrufnummer der Feuerwehr?
Was passiert wenn man da anruft? 
Wer geht da ans Telefon? 
Was muss man da sagen?

Wir spielen mit den Kindern den Notruf durch, hierbei sollen sie mitteilen:

Was ist passiert?
Wo ist es?
Wo soll die Feuerwehr/Hilfe hinkommen?
Ist jemand verletzt?

Abschließend

Alle diese Dinge werden individuell und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst. Auch bauen wir auf bereits vorhandenen Vorkenntnissen auf, welche z.B. bei Projektarbeiten in der Schule schon erworben wurden. So besuchen wir die Kinder an einem Vormittag im Kindergarten und laden Sie dann auf ein Wiedersehen ins Feuerwehrhaus ein. Dies alles soll Ihnen nur einen kleinen Eindruck über die Arbeit der Brandschutzerziehung vermitteln, sollten Sie jetzt noch Fragen haben so wenden Sie sich einfach an uns. Auch bieten wir Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren die Möglichkeit aktiv in der Jugendfeuerwehr mitzuarbeiten.