Beim Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr Okriftel am Main am Samstag wurde die neue Stahlbauhalle offiziell eröffnet. Bürgermeister Klaus Schindling übergab sie gemeinsam mit Stadtbrandinspektor David Tisold an die Verantwortlichen der Wehr. Viele Gäste und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Erweiterung des Feuerwehrstandorts zu besichtigen.

Nach anderthalb Jahren Bauzeit stehen der Feuerwehr und dem DRK Okriftel/Eddersheim dringend benötigte Flächen zur Verfügung. Die Halle bietet 116 Quadratmeter Nutzfläche und ist für Fahrzeuge bis 16 Tonnen ausgelegt. Sie verfügt über ein elektrisches Rolltor, LED-Beleuchtung und eine elektrische Heizung. Das Dach ist bereits für eine Photovoltaikanlage vorbereitet.

Auch die Zuwegung von der Stettiner Straße wurde erneuert und für Schwerlastverkehr ausgebaut. Die Stadt investierte rund 390.000 Euro und blieb damit unter dem geplanten Budget von 400.000 Euro.

Notstromversorgung stärkt Krisenvorsorge

Die neue Halle verbessert auch die Krisenvorsorge. Hinter dem Gebäude wird ein Notstromaggregat installiert, das das Feuerwehrhaus bei Stromausfällen vollautomatisch versorgt. So bleibt die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr auch bei längeren Ausfällen gewährleistet.

Das Feuerwehrhaus übernimmt in solchen Fällen eine wichtige Rolle für die Bevölkerung: Es dient als Notrufmeldestelle, falls Telefon- und Mobilfunknetze ausfallen. Bürger können dort Notfälle melden, wenn die 112 nicht erreichbar ist. Die Notstromversorgung sichert damit nicht nur die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, sondern stärkt auch die kommunale Krisenvorsorge.

Mehr Platz verbessert Logistik

Mit dem Neubau reagiert die Stadt auf den steigenden Platzbedarf der Feuerwehr. Fahrzeuge, Geräte und Einsatzmaterial finden nun ausreichend Raum. Die Auslagerung in die neue Halle schafft zudem Platz im bestehenden Feuerwehrhaus, wo ein Hochregallager mit 50 Palettenstellplätzen eingerichtet wurde. Das erleichtert die Lagerhaltung und optimiert die logistischen Abläufe.

Auch das Deutsche Rote Kreuz profitiert: Ein Stellplatz in der Halle steht der mobilen Erste-Hilfe-Station des DRK zur Verfügung, die bisher im Freien abgestellt werden musste.

„Mit der neuen Halle schaffen wir nicht nur zusätzlichen Raum, sondern verbessern die Bedingungen für Feuerwehr und DRK und machen den Standort Okriftel zukunftsfähig“, erklärte Bürgermeister Klaus Schindling. „Eine leistungsfähige Feuerwehr braucht nicht nur engagierte Einsatzkräfte, sondern auch die passende Infrastruktur. Deshalb investieren wir gezielt in Feuerwehrhäuser, Fahrzeuge und Ausstattung. Doch letztlich sind es die Menschen, die für Sicherheit sorgen – die Kameradinnen und Kameraden, die sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen.“

Dank an Beteiligte und Nachbarn

Bürgermeister Schindling dankte den beteiligten Firmen, Planern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie der Feuerwehr, die ihre Erfahrung in die Planung eingebracht hatten. Ein besonderer Dank galt den Nachbarn des Feuerwehrhauses, die während der Bauphase Lärm und Schmutz ertragen mussten. Sein größter Dank ging an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Okriftel am Main für ihren unermüdlichen Einsatz. Zum Abschluss wünschte er Feuerwehr und DRK viel Freude mit der neuen Halle und den Einsatzkräften stets eine sichere Rückkehr.

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