Mit einem überörtlichen Löschzug haben die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main am Dienstag zehn Stunden lang die Einsatzkräfte bei einem Großbrand in einem Gewerbeobjekt in der Gutenbergstraße in Kriftel unterstützt.
Die Feuerwehr Kriftel war um 8:47 Uhr gemeinsam mit der Drehleiter der Feuerwehr Hofheim alarmiert worden. Nachdem sich das Feuer bestätigt hatte und auf der Gebäuderückseite eine starke Rauchentwicklung feststellbar war, wurden weitere Kräfte angefordert. Um 9:02 Uhr erfolgte die Alarmierung des überörtlichen Sofort-Löschzuges der Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main, der sich aus Einheiten aller drei Stadtteilwehren zusammensetzt.
Rund 40 Hattersheimer Einsatzkräfte rückten unter anderem mit vier Löschfahrzeugen nach Kriftel aus. Sie übernahmen einen eigenen Einsatzabschnitt auf der Rückseite des Gewerbeobjektes. Mehrere Atemschutztrupps gingen zunächst im Innenangriff vor. Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung von außen über eine Drehleiter vorgenommen. Aufgrund der zunehmenden Einsturzgefahr des betroffenen Hochregallagers musste der Innenangriff im weiteren Verlauf abgebrochen werden.
Zusätzliche Einheiten angefordert
Im Laufe des Einsatzes wurden außerdem die Führungsgruppe Technische Einsatzleitung (TEL) sowie die im Feuerwehrhaus Hattersheim stationierte Kreiseinheit „Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen“ (SRHT) nachgefordert. Damit kamen weitere Einsatzkräfte und Einsatzmittel aus Hattersheim zum Einsatz.
Die umfangreichen Löscharbeiten wurden durch mehrere besondere Fahrzeuge unterstützt. Dazu gehörten ein Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) der Feuerwehr Frankfurt, ein Teleskopmast der Werkfeuerwehr Infraserv Höchst sowie ein Bergeräumgerät des Technischen Hilfswerks Ortsverband Groß-Gerau. Bei dem Löschunterstützungsfahrzeug handelt es sich um ein ferngesteuertes Kettenfahrzeug, das unter anderem mit einem Hochleistungslüfter ausgerüstet ist und auch in besonders gefährdeten Bereichen eingesetzt werden kann.
Bevölkerungswarnung wegen starker Rauchentwicklung
Aufgrund der starken Rauchentwicklung und des wahrnehmbaren Brandgeruchs wurde eine Bevölkerungswarnung herausgegeben. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner in Hattersheim am Main wurden dazu aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Die Warnung ist weiterhin aktiv.
Paralleleinsatz in Hattersheim
Während des laufenden Großbrandes wurden die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main um 14:18 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in die Rathausstraße alarmiert. Da sich ein Großteil der Hattersheimer Kräfte weiterhin in Kriftel befand, wurde ein überörtlicher Löschzug aus Flörsheim alarmiert. Vor Ort konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden: Die Brandmeldeanlage hatte infolge von Bauarbeiten ausgelöst.
Hattersheimer Drehleiter weiterhin im Einsatz
Gegen 19 Uhr wurde der Großteil der Hattersheimer Kräfte nach rund zehn Einsatzstunden abgelöst. Anschließend mussten in den Feuerwehrhäusern Fahrzeuge, Geräte und Atemschutzausrüstung wieder einsatzbereit gemacht werden. Die Hattersheimer Drehleiter blieb jedoch weiterhin in Kriftel im Einsatz. Zur Ausleuchtung der Einsatzstelle sind am Abend zusätzlich die beiden Feuerwehranhänger Strom/Licht der Feuerwehr Eddersheim nach Kriftel ausgerückt.
Das Feuer war zu diesem Zeitpunkt eingegrenzt. Die weiteren Maßnahmen konzentrierten sich auf das Öffnen der Dachkonstruktion, um verbliebene Glutnester gezielt ablöschen zu können. Der Einsatz sollte voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern.
Im Bereich Hattersheimer Straße, Gutenbergstraße und Bachstraße bestanden weiterhin Straßensperrungen. Verkehrsteilnehmende wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren und die Zufahrtswege für die Einsatzkräfte freizuhalten.






















