Mit den ersten warmen und trockenen Tagen des Jahres steigt auch im Main-Taunus-Kreis wieder die Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Besonders betroffen sind aktuell trockene Wiesen, Böschungen und Waldbereiche. Die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main beobachten die Entwicklung aufmerksam und haben ihre Einsatzvorbereitungen entsprechend angepasst.

Nach Angaben des Deutscher Wetterdienst erhöht sich mit zunehmender Trockenheit nicht nur die Waldbrandgefahr, sondern auch der Graslandfeuerindex – ein wichtiger Hinweis auf die aktuelle Gefährdung von offenen Flächen. Gerade Flächenbrände breiten sich häufig besonders schnell aus und stellen Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.

Abrollbehälter Wasser stärkt Einsatzfähigkeit bei Vegetationsbränden

Um auf diese Entwicklungen vorbereitet zu sein, verfügen die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main seit Herbst 2024 über eine zusätzliche, leistungsfähige Komponente zur Löschwasserversorgung: den Abrollbehälter Wasser (AB-Wasser).

Der Abrollbehälter fasst bis zu 10.000 Liter Löschwasser, im Einsatzbetrieb werden aus Gewichtsgründen in der Regel rund 8.000 Liter mitgeführt. Ergänzt wird die Ausstattung durch 120 Liter Schaummittel sowie eine leistungsstarke Tragkraftspritze vom Typ PFPN 10-1500 zur Wasserförderung. Für einen schnellen Erstangriff steht zudem eine Schnellangriffseinrichtung mit formstabilem Schlauch zur Verfügung.

Eine besondere Stärke des Systems liegt in seiner Flexibilität: Der Abrollbehälter kann unabhängig von festen Hydranten eingesetzt werden und ermöglicht damit eine effektive Brandbekämpfung auch in abgelegenen oder schwer zugänglichen Bereichen – ein entscheidender Vorteil bei Wald- und Flächenbränden. Zusätzlich verfügt der AB-Wasser über einen ferngesteuerten Wasserwerfer mit einer Förderleistung von bis zu 2.000 Litern pro Minute, der insbesondere bei größeren Brandflächen eine wirkungsvolle Unterstützung bietet.

Gerade bei Vegetationsbränden zählt jede Minute und jede verfügbare Wassermenge. Mit dem Abrollbehälter Wasser können wir schnell und flexibel zusätzliche Löschkapazitäten an die Einsatzstelle bringen.

Vorsicht und richtiges Verhalten: Bevölkerung kann Brände verhindern

Neben der eigenen Einsatzbereitschaft richtet sich der Appell der Feuerwehr insbesondere an die Bevölkerung: Umsichtiges Verhalten kann entscheidend dazu beitragen, Brände zu verhindern. Offenes Feuer im Wald ist ebenso verboten wie das Rauchen. Fahrzeuge sollten ausschließlich auf ausgewiesenen Flächen abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile trockene Vegetation entzünden können. Auch auf das Abflammen von Unkraut sollte bei trockener Witterung unbedingt verzichtet werden.

Sollten dennoch Rauch oder Feuer bemerkt werden, ist unverzüglich der Notruf 112 zu wählen. Frühzeitige Meldungen helfen, Brände schnell zu bekämpfen und größere Schäden zu verhindern.

Ein Risiko, das dabei häufig unterschätzt wird, ist das Abflammen von Unkraut. Durch die offene Flamme und die direkte Hitzeeinwirkung können sich Hecken, Zäune, Holzverkleidungen oder trockene Vegetation innerhalb kürzester Zeit entzünden. Brände entstehen dabei oft unmittelbar und breiten sich rasch aus – nicht selten greifen sie von außen auf Gebäude über und führen zu umfangreichen Einsätzen der Feuerwehr.

Kategorien: Bürgerinfos